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9.7.12 20:30


Es hat wohl einen Grund, warum ich immer alles aufschreiben will. Im Rückblick hilft es mir Entscheidungen zu treffen oder mir meine Entwicklung anzusehen. Ich rechne nie wirklich damit, dass man liest, was ich schreibe, denn es ist unwahrscheinlich, dass mein Leben so interessant sein kann, so, dass man es verfolgen will. Aber hier lege ich Gedanken offen, die ich vielleicht sonst nicht aussprechen würde.

Freitagabend war aufregend für mich. Mein Cousin hat seiner Herkunft alle Ehre gemacht (leider). Er kommt aus Köln Kalk und hat sich dementsprechend wie so ein Assi-Kind verhalten. Das war einfach nur peinlich. Er ist immerhin meine Familie und er war der erste Teil Familie, zu dem ich öffentlich stehen wollte. Hat nicht funktioniert, hab draus gelernt, passiert nicht wieder.

Gestern war ich den ganzen Tag bei R. Ich weiß nie, wie ich es anders beschreiben kann, denn es ist immer schön. Er hat mich dann abends mit zum Schützenfest nach Reuschenberg genommen und mich seinen Schwestern vorgestellt. Er meint, ich wäre die erste, die er in den Kreis dort mitgenommen hat. Das machte das Ganze noch besonderer, als es ohnehin schon war.

Gleich habe ich Fahrstunde und ich muss mich echt zusammenreißen, denn langsam geht es auf die Prüfung zu. Ich kann keine Sonderbehandlung erwarten, weil er mich mag, auch wenn er mir bisher wirklich besonders seine Aufmerksamkeit geschenkt hat. Nur komme ich mir komisch vor. Es wäre nicht mein eigener Verdienst, wenn ich eine Sonderbehandlung bekäme. In der Prüfung interessiert es den Prüfer ebenfalls einen Scheißdreck, ob der Fahrlehrer mich mag, oder nicht. Also muss ich mich zusammenreissen und mich auf meinen faulen Arsch setzen und was dafür tun. Ich muss mir wohl nochmal vor Augen halten, warum ich das tue. Ich will mehr Unabhängigkeit und der Führerschein ist ein weiterer Schritt um mich von meiner Mutter abzunabeln. Ich kann und will einfach nicht abhängig sein. In letzter Zeit kam ich mir irgendwie abhängig vor. In einer Gemeinschaft leben ist gut und schön, aber Abhängigkeit will ich vermeiden. Mein Stolz verbietet mir das.

9.7.12 10:26


Okay, ich muss eingestehen, ich mag R sehr gerne. Er fehlt mir oft, wenn ich alleine bin. Aber ich hab Angst mich zu öffnen und das alles zuzulassen. So wie ich bei S war, kann ich nicht bei R sein. Ich würde ihm am liebsten in die Arme springen und ihn fest an mich drücken und knuddeln. Meine Angst ist nur, dass ihn das abschrecken würde und er dann meint, dass ich doch nicht so reif bin wie ich scheine.
Seine Ex-Freundinnen waren alle älter. Ich hab das Gefühl, einen gewissen Druck auf mir lasten zu haben, was mein Verhalten angeht und die Dinge, die ich sage. Ich will nicht, dass er sich in mir getäuscht fühlt. Anderseits müsste er mich so akzeptieren, wie ich bin. Verrückt und manchmal halt etwas kindisch, aber wer ist das nicht? Er muss sich damit abfinden, wenn er vor hat, eine Beziehung mit mir einzugehen.
Ich hab trotzdem Angst, dass er sich von meiner "Liebe" erschlagen fühlt und dann wieder von mir geht. So langsam bekomme ich Zweifel, ob ich mit seinen Ex-Freundinnen konkurrieren kann.
Aber wenn mich ein erwachsener Mann wie U trotz der Umgangsart mit meinen Freundinnen toll findet, kann ich eigentlich nicht groß was falsch machen... Oder gerade deswegen? Ahhh!.....
4.7.12 14:58


Heute morgen noch bevor meinem Wecker, klingelte mein Handy und R war dran. Er wollte sich meinen Helm ausleihen. Ich hätte zwar gerne ein "Bitte" gehört (wenn man mich schon aus dem Schlaf reißt... ) aber als er dann wirklich in meiner Tür stand war ich zu überwältigt um mich beschweren. 

Auf der Busfahrt habe ich wieder den Baum am Straßenrand gesehen, aber ich war schon wieder nicht schnell genug, ihn zu fotografieren. 

Schule war eigentlich sinnlos: 2 Stunden Film schauen und 2 Stunden Musik hören oder malen. Morgen wird mein Schultag sicher genausp ablaufen, aber dann hab ich wenigstens etwas auf das ich mich freuen kann, wenn der Unterricht vorbei ist. Heute wartet nur Arbeit. Morgen fahre ich zu R, was ein wesentlich schönerer Zeitvertreib ist. 

Ich hoffe nur, mein Vorhaben für heute funktioniert. Sonst muss ich improvisieren.

 

4.7.12 14:38


Als ich heute morgen im Bus saß, hab ich einen Baum gesehen, der so von Grün umwuchert war, dass er aussah wie eine Hand, die aus der Erde ragt und sich Richtung Himmel streckt. Da war eine ganze Reihe solcher Bäume, aber einer sah wirklich aus wie eine Hand. Ich war leider nicht schnell genug, um ihm zu fotografieren...

Ich hab versucht dieses Bild zu interpretieren, aber mir fielen bisher nicht die passenden Worte dafür ein.
3.7.12 14:57


Ich hasse es, wenn Personen ankommen und meinen: "du musst aber noch.. " oder "nee, das kannst du nicht, du musst... "

Warum wollen mir die Menschen immer erzählen was ich kann und was nicht? Und warum wollen mir die Menschen erzählen, was ich tun muss? Ich muss nur Atmen.

Reagiere ich so, weil es sich um meine Mutter handelt? Sicher. Ich kann es nicht abhaben, wenn jemand in mein Zimmer platzt und meint "Du musst [das und das] machen."
Warum kann sich mich nicht einfach mal fragen? Weder "danke", noch "bitte", noch "entschuldigung" wenn sie etwas kaputt macht. Ich bekomme nur ein "bitte", wenn sie etwas für mich getan hat, um das ich nicht gebeten habe. Und dann soll es sich wie ein Vorwurf anhören. Ich bekomme zum Vorwurf gemacht, dass ich ihr nicht hin und wieder meinen kleinen Bruder abnehme. Was erwartet sie denn? Dass ich sage "Hey Mama, ich pass heute auf M auf, wie wärs, willst du nicht was mit A unternehmen?". Nein. Wenn sie etwas von mir will, muss sie mich fragen. Kein Wunder, dass ich Probleme habe, Menschen um etwas zu bitten. Wenn meine Mutter das noch nicht einmal schafft, wie sollte ich das denn lernen? Kommandieren kann jeder, wenn man weiß, dass man das Recht dazu hat. Den Mut zu haben und zu fragen, jemanden den Respekt erweisen, ihn um seine Unterstützung zu bitten, das kann sie nicht. Respekt ist ohnehin so eine Sache hier. Jemand hat mir mal gesagt "Respekt ist keine Einbahnstraße" und so ist es auch. Wenn sie Respekt von mir will, muss sie ihn sich verdienen. Und meiner Meinung nach tut sie fast nie etwas respektables. Mut zu etwas hat sie nicht. Sie betreibt bloß Schadensbegrenzung. Wenn es brenzlich wird, dann macht sie den Mund auf. Ansonsten jammert sie bloß, ohne etwas zu ändern.

Sie jammert, dass sie den ganzen Tag alleine zuhause ist. Ja gut, dann soll sie sich Freunde suchen. Sie jammert, dass ihr nie jemand M abnimmt. Ja gut, dann soll sie mich fragen. Sie erwartet Unterstützung? Dann soll sie auch Unterstützung bieten. Warum sollte man sich für jemanden den Arsch aufreißen, der im Nachhinein keinerlei Dankbarkeit zeigt? Solange ich darauf vertrauen kann, dass man für mich ebenfalls da sein wird, wenn ich Hilfe brauche, biete ich meine Hilfe an. Es ist nicht so, dass ich Gegenleistung fordere. Aber ich möchte zumindest erwarten können, dass man ebenfalls da ist, wenn es mir schlecht geht.

Meine Mutter hingegen erwartet nur. Sie gibt nichts. Sie begründet es damit: "Wenn ich Hilfe brauche, ist ja auch niemand da." Aber wenn sie Hilfe bekommt, dann nimmt sie sie. Gegenleistung? Niemals! Das war ja bloß Zufall oder Eigennutz oder sonst was. 

Menschen, die so denken, kommen nicht weit. Sieht man ja. Die Hälfte ihrer Familie hat sie verlassen, sie hat weder Arbeit, noch viele Freunde. Wenn man aufstehen will, sollte man nicht auf dem Boden sitzen bleiben und jammern, dass man aufstehen will. 

2.7.12 13:18


Ich bin weder ein Mensch, der nach dem Verstand handelt, noch ein Mensch, der nach Intuition geht. Ich würde eher behaupten ich wäre ein Ziwschending. Mal hab ich Momente, Zeiten, in denen ich genau weiß was ich tun muss. Ich weiß was richtig ist und ich handel auch so, ohne danach ein schlechtes Gewissen zu haben. Selbst wenn die Entscheidung die falsche war, war sie immerhin in dem Moment für mich die Richtige. Dann aber wieder gibt es Situationen, die meisten, will ich behaupten, in denen ich mit dem Verstand entscheide. So sollte es auch sein. Selbst wenn es teilweise gegen meine Emotionen geht, muss ich nachdenken und wenn ich einen Entschluss gefasst habe, dann treffe ich die Entscheidung nach Logik. Was mir dabei nicht so gefällt, ist, dass ich die meisten Entscheidungen dann bereue. Ich bekomme Schuldgefühle und ich will wissen, wie es gewesen wäre, wenn ich zu einem anderen Entschluss gekommen wäre.

 Ich vermisse R. Gestern Abend war er hier und es war.. schön. Ich hatte keinen Druck auf mir lasten. Keine Gedanken von wegen "was denkt er von mir?" "verhalte ich mich auch richtig?". Er war da, ich hab ihn an mich gedrückt und ich hab es genossen. Es war für mich wie "die Sache langsam angehen". Genau das was ich gebraucht habe. Ich brauche es immernoch, sonst würde ich ihn nicht vermissen. Anderseits, so R, habe er mich schon zu nahe an sich gelassen. Ich hab keine Schuldgefühle, weil mein Bauchgefühl sich gefreut hat. Mein Kopf stattdessen meinte nur: "oh nein, jetzt mag er dich zu sehr und du verletzt ihn wieder".

Ich habe Angst vor Nähe und ich habe Angst, jemanden an mich zu lassen, jemanden in mein Herz zu lassen. Personen, wie meine beste Freundin, hatten es nicht leicht bei mir. Ich brauche lang, um vertrauen zu können. Man muss mir beweisen, dass man da ist, wenn ich Hilfe brauche, und dass man Dinge für mich tut, ohne Gegenleistungen zu fordern. Erst wenn ich mir sicher sein kann, dass diese Menschen nicht gehen, wenn es hart wird, dass sie mit ihren Probleme auch zu mir kommen, erst dann kann ich mich auf sie einlassen und ihnen "eine Suite in meinem Herzen zuteilen". Bildlich gesehen passt das irgendwie.

So ist das nun auch mit R. Ich kann ihn noch nicht so schnell an mich lassen ohne, dass ich ihm misstraue, ohne, dass ich mir nicht sicher bin, ob er es wert ist. Klar hab ich noch Gefühle für S. Die verschwinden nicht einfach, es sei denn er tut mir etwas an, wofür ich ihn hassen kann. Trotzdem hab ich R lieb gewonnen. Aber es ging einfach zu schnell. Auch wenn ich es lieber anders hätte, bin ich wohl immernoch der Typ Mensch, der es langsam angehen lässt, um auf eine stabile Basis zu bauen.  Ich mag nicht mit ansehen, wie er sich den Kopf zerbricht. Aber anderseits bin ich froh, dass ich es sehen kann und er sich nicht vor mir verschließt.

Bei S wäre ich eher froh, wenn ich seine Gedanken nicht so eindeutig entziffern könnte. Ich hab mich bei ihm gemeldet, ihm gesagt, dass ich ihn und seine Familie vermisse. Er hat sich darauf hin wieder gemeldet und gemeint, dass er sich entschieden habe. An seinem Tonfall konnte ich erkennen, dass er mich verziehen hatte und er mich am liebsten sofort wieder in die Arme schließen könnte. Natürlich hat er es nicht ausgesprochen, aber in 2 Jahren lernt man, den anderen zu interpretieren und zu verstehen. Aber mein Bauchgefühl hat mir gesagt, ich soll nicht zurück.  Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wieder einmal bin ich dankbar, dass ich nicht nur ein rationaler Mensch bin. Denn mein Bauchgefühl macht mir nie ein schlechtes Gewissen. Ich kann nachdenken so viel ich will, wenn ich nicht weiter weiß, bin ich froh, wenn ich mich in solchen Momenten auf meine Intuition verlassen kann. 

1.7.12 21:07


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